10. BfR-Nutzerkonferenz zu Produktmeldungen – nicht ohne opesus

Im Anhang VIII der CLP-Verordnung wird das Format für Produktmeldungen an die Giftnotrufzentralen harmonisiert. Dies war das zentrale Thema der 10. Nutzerkonferenz des Bundesinstituts für Risiko (BfR) in Berlin. Unsere Kollegen Markus Pogrzeba und Mark Pfister waren natürlich vor Ort um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Mit rund 350 Teilnehmern war die 10. BfR-Nutzerkonferenz eine der größten Veranstaltungen, die vom BfR bisher zum Thema organisiert worden waren.

Seit April 2019 akzeptiert das BfR Meldungen über die ECHA

Dem BfR ist im Verbraucherschutz und in der Lebensmittelsicherheit nach gesetzlichem Auftrag eine zentrale Rolle für Deutschland zugeschrieben. Das Institut übermittelt Informationen über gefährliche Gemische an das Umweltbundesamt (UBA) und an acht Giftinformationszentren (GIZ). Mit der anstehenden Adaptierung des Chemikaliengesetzes wird das BfR auch Daten von Meldungen zu gefährlichen Gemischen an die Landesüberwachungsbehörden weitergeben, nämlich die Kontaktdaten, den Handelsnamen und die UFI.

Im Hinblick auf die europäische Harmonisierung für Produktmeldungen (Anhang VIII der CLP-Verordnung) hat das BfR bereits seit der ersten Veröffentlichung des ECHA Submission Portals Meldungen angenommen. Das bedeutet, dass Unternehmen Produktmeldungen im PCN-Format über das ECHA Submission Portal versenden können. Bis zum 31.12.2020 akzeptiert das BfR noch Produktmeldungen im Format „XProduktmeldung“ für Produkte für den privaten und gewerblichen Gebrauch. Ab dem 01.01.2021 wird für Produkte für den privaten und gewerblichen Gebrauch nur noch das PCN-Format akzeptiert. Das BfR-Portal selbst bleibt aber weiterhin bestehen. Da auch immer wieder nachgefragt wird, in welcher Sprache Meldungen gemacht werden sollen, gab Frau Kathrin Begemann vom BfR eine klare Antwort: in Deutschland werden Dossiers nur in Deutsch oder Englisch akzeptiert.

Weiterhin strengere Auflagen für die Meldung von Reinigungsmitteln

Da die EU-Verordnung nur für Gemische gilt, die für gesundheitliche und physikalische Gefahren eingestuft sind, stellte Dr. Ronald Keipert in seinem Vortrag heraus, dass für die Meldung von Wasch- und Reinigungsmitteln in Deutschland weiterhin die nationale Richtline gilt (siehe Artikel 10 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes). Das bedeutet, dass dem BfR auch ungefährliche Stoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln gemeldet werden müssen, wenn sie für den deutschen Markt bestimmt sind. Es wurde angedeutet, dass das Format „XProduktmeldung“ auch nach 2020 für die Meldung ungefährlicher Detergenzien verwendet werden wird.

Fun fact in eigener Sache

Opesus nimmt seit 2013 zuverlässig an allen BfR-Anwenderkonferenzen teil. Produktmeldungen im BfR-Format sind daher auch das erste Format, welches wir in unserer Flaggschiffsoftware opesus EHS Product Notification aufgegriffen und konsequent unterstützt haben.

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