Unternehmen, die gefährliche Gemische in der EU herstellen, importieren oder vertreiben, unterliegen der Pflicht zur Meldung an Giftnotrufzentralen (Poison Centre Notification, PCN). Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat ein Pilotprojekt zur Marktüberwachung durchgeführt, bei dem Inspektoren in 18 EU- und EWR-Ländern 1.597 auf dem Markt befindliche gefährliche Gemische überprüft haben.
Dabei wurden kritische Mängel festgestellt wie:
CLP Art. 45, Anhang VIII (Meldung an Giftnotrufzentralen) ist seit mehreren Jahren in Kraft. Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigen, dass noch lange Raum für Verbesserungen bei der Compliance bestehen – und dass die Überwachung voraussichtlich verstärkt werden wird.
Obwohl für die Mehrheit der gefährlichen Gemische eine Poison Centre Notification vorlag, stellte das Pilotprojekt zahlreiche Inkonsistenzen fest. Inspektoren fanden Abweichungen zwischen PCN-Einreichungen, Produktetiketten und Sicherheitsdatenblättern. Am häufigsten stimmten die UFIs auf den Etiketten nicht mit denen der Meldung überein.
Dies zeigt ein weit verbreitetes Missverständnis: dass die Meldung eine einmalige Notifizierung ist. Das ist sie nicht.
Meldungen müssen aktuell gehalten werden, wenn es relevante Änderungen gibt, zum Beispiel:
PCN-Compliance ist daher ein kontinuierlicher Prozess. Die kontinuierliche Abstimmung von Meldungen, Etiketten und Sicherheitsdatenblättern erfordert eine systematische Überwachung, die manuelle Prozesse kaum aufrechterhalten können.
Für Unternehmen, die SAP Product Compliance einsetzen, schließt opesus mit der Lösung zur Poison Centre Notification die vom ECHA-Pilotprojekt aufgedeckten Lücken durch folgende Funktionen:
Nutzen Sie die folgenden Fragen als kurze Selbsteinschätzung. Wenn Sie nicht alle fünf mit „Ja" und entsprechenden Nachweisen beantworten können, besteht in Ihrem Prozess wahrscheinlich eine Lücke.
Das ECHA-Pilotprojekt hat gezeigt, dass 19 % der überprüften gefährlichen Gemische nicht ordnungsgemäß gemeldet waren und dass bei vielen der gemeldeten Gemische die Daten nicht mit Etiketten oder Sicherheitsdatenblättern übereinstimmten. Es ist davon auszugehen, dass die Überwachung durch die Vollzugsbehörden im Nachgang des Projekts zunehmen wird, da nationale Behörden nun besser aufgestellt sind, Verstöße zu identifizieren.
Die Schlussfolgerung ist eindeutig: PCN muss als kontinuierlicher Compliance-Prozess behandelt werden, nicht als einmalige Notifizierung. Unternehmen, die bereits in automatisiertes Monitoring und integrierte Workflows zur Übermittlung von Meldungen investiert haben, sind gut positioniert, um auch in Märkten mit strengerer Überwachung ohne Unterbrechung zu agieren. Unternehmen, die PCN noch über Tabellen und zahlreiche E-Mails verwalten, haben ein erheblich höheres Risiko für eine Disruption der Geschäftsaktivität.
Um zu sehen, wie opesus Poison Centre Notification in SAP funktioniert und wie es die vom ECHA-Pilotprojekt identifizierten Lücken schließt, nehmen Sie Kontakt mit unserem Team auf – wir zeigen Ihnen die Lösung in einem individuellen Walkthrough.